1969 bis 1972: Die ersten Meisterschaftsjahre

Bereits das erste Meisterschaftsspiel im Jahr 1969 brachte dann auch den ersten Erfolg. Sie setzten sich gegen den weit routinierteren Gegner überraschend mit 2:1 durch.
Drei Siegen standen elf Niederlagen und vier Remis gegenüber. Die meisten der 16 erzielten Treffer steuerte Gottfried Hölzl mit fünf bei. Aber auch Manfred Weinauer und Alfred Beitl erwiesen sich mit je drei Toren als Goalgetter mit Zukunft.
 
Mit Ende der ersten Saison gab es dann auch schon den ersten Trainerwechsel. Karl Frühwirth übernahm das Training der Kampfmannschaft. Mit ihm kamen auch einige neue Spieler zum Verein, so zum Beispiel Karl Stöger aus Statzendorf oder R. Hermanek von Glanzstoff St. Pölten. Und der neue Mann auf der Trainerbank leistete ganze Arbeit. Zwar gelang es noch nicht ganz, um den Meistertitel mitzuspielen, aber die Burschen um Alfred Beitl errangen immerhin den dritten Platz.
 
Im Herbst 1971 holte sich der SV Karlstetten den ersten (inoffiziellen) Titel – Herbstmeister!
Der Vorsprung betrug allerdings nur einen Punkt auf Mank und Leonhofen – für Spannung in der Rückrunde war also gesorgt.
Zwei Runden vor Schluss lagen die Karlstettner punktgleich mit dem großen Titelrivalen Leonhofen an der Tabellenspitze. Doch in der vorletzten Runde passierte es. Auf eigener Anlage musste man sich gegen Mank mit 1:5 geschlagen geben. Da zur selben Zeit Leonhofen Kilb mit 8:0 abfertigte, musste im letzten Spiel, dem direkten Duell, unbedingt ein Sieg mit 13 (!) Treffern Differenz her. Der Titel war verloren.
 
Da Ernst Letschka und Herr Streimelweger ihre Ämter als Obmänner zurücklegten, übernahm Franz Mader im Dezember 1971 vorläufig die Geschicke des Vereins.
Bei der nächsten Generalversammlung am 7. Juli 1972 wurde er dann offiziell zum Obmann bestellt. Er sollte nun über ein Jahrzehnt die Geschicke des SV Karlstetten lenken. Vizebürgermeister Johann Schelberger wurde, wie schon in den Jahren zuvor, als ehrenamtlicher Präsident bestätigt.
2. Reihe: Dieterle, Hirschmüller, Stöger, Schorm, Fehringer, Beitl, Maroschek 1. Reihe: Schweiger, Hermanek, Schinerl, Böck, Aschauer

1973-1975: Neuer Sportplatz

Am 1. Juli 1973 konnte der neue Sportplatz des SV Karlstetten eröffnet werden. Auf dem ehemaligen Schlossareal wurde innerhalb von zwei Jahren eine wirklich herrliche Sportanlage errichtet. Der Delegierte des NÖFV, Hauptgruppenobmann Löffelmann, würdigte nicht nur die Aufbauarbeit des 160-Mitglieder-Klubs, sondern überreichte auch an Vereinspräsident Hans Schelberger das Sportförderer-Ehrenzeichen in Silber. Den sportlichen Teil der Eröffnungsfeier bestritten die Teams aus Gansbach, Statzendorf, Hofstetten und natürlich Karlstetten. Aber nicht nur auf der organisatorischen Seite gab es Erfolge zu vermelden. Was der Kampfmannschaft nicht gelingen wollte, das schafften die Junioren. In der Saison 1973/74 wurden die Karlstetten Youngsters Meister in der Gruppe St. Pölten. Trainer Ernst Seltenheim durfte wirklich stolz auf seine Burschen sein.

2. Reihe:Frühwirt, Winkelmüller, Fischer, Hoheneder, Stöger, Mosch, Latour, Riedl K. 1. Reihe: Binder R, Fessl, Dilinnger, Schöbinger, Schorm, Riesenhuber, Binder A. Leeb

1976: Der lang ersehnte Aufstieg

Mit Zitterspiel in die 1. Klasse

Zwar reichte es nur für Platz drei in der Meisterschaft, aber auf Grund der Reform im NÖFV bekam der SV Karlstetten 1976 die Chance, gegen den Drittplatzierten der 2. Klasse Traisental um den Aufstieg in die nächsthöhere Klasse zu spielen. Und das war die Elf aus Annaberg. Das erste Spiel hatte die Mannschaft von Karl Frühwirth, der mittlerweile wieder zurückgekehrt war, auf eigener Anlage zu bestreiten. Und die Hausherren setzten sich eindeutig mit 2:0 durch. Nun hieß es nur mehr die Auswärtspartie auf dem Sportplatz Sägemühle in Annaberg zu bestehen. Nach 90 Minuten spritzte der Sekt – SV Karlstetten hatte den lang ersehnten Aufstieg endlich geschafft.

1977: Fertigstellung der Sportkabinen

Nach dem Gemeinderatsbeschluss am 11.09.1974 wurde mit dem Bau der neuen Umkleidekabinen begonnen. Mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde und tatkräftiger Mithilfe der Vereinsmitglieder war bald das Fundament vollendet. Am 3. Juli 1977 wurden die neu errichteten Kabinen auf dem Karlstettner Sportplatz durch den Spieler des SV Karlstetten/Neidling Domkurat Alois Brunner gemeinsam mit Pfarrer Schreiber feierlich gesegnet und eröffnet

3. Reihe: Pelzer, Mader, Schelberger, Nachförg, Parsch, Hochecker 2. Reihe: Moser, Mosch, Ziegelwagner, Stöger, Winkelmüller, Latour, Fischer, Fessl, Binder A. Haidinger L. 1. Reihe: Erber, Mark, Brunner, Wallo, Lindner, Beitl, Binder R. Schmidl

1978: Viel Arbeit im Jugendbereich

Bei der Kampfmannschaft hatte der ehemalige SVK-Spieler Alfred Beitl mittlerweile das Traineramt übernommen. Leopold Haidinger wurde zum neuen Sektionsleiter gewählt.
Und beide wussten, dass vor allem die Nachwuchsarbeit enorm wichtig war. Denn bislang hatte man diese, trotz des Juniorenmeistertitels 1974, etwas links liegen gelassen.
Im Jahr 1978 führte der SVK dann aber bereits drei Nachwuchsmannschaften. Und siehe da, sowohl das Betreuerduo Seltenheim/Mosch bei den Knaben als auch Erwin Fessel und Franz Mader jun. bei der Jugend und Fachlehrer Josef Neußner bei den Junioren konnten bald mit guten Erfolgen aufwarten.

1979: Zehn Jahre SV Karlstetten

Im Jubiläumsjahr erhoffte man sich in der Dunkelsteinerwaldgemeinde natürlich insgeheim den Aufstieg in die Unterliga West. Aber damit klappte es leider nicht. Höhepunkt aus sportlicher Sicht war aber ein Turniersieg zum Jubiläum auf eigener Anlage. Im Finale konnte dabei Lokal- und Erzrivale Gansbach mit 2:0 geschlagen werden.
Auch der zum Jubiläum veranstaltet Heuriger war ein voller Erfolg.
 
Der Vorstand des SV Karlstetten sah im Jubiläumsjahr folgendermaßen aus:
  • Präsident: Johann Schelberger:
  • Obmann: Franz Mader
  • Stellvertreter: Josef Neußner
  • Sektionsleiter: Leopold Haidinger
  • Stellvertreter: Karl Stöger
  • Kassier: Leopold Nachförg
  • Stellvertreter: Franz Steiner
  • Schriftführer: Franz Parsch
  • Stellvertreter: Robert Plaichner
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